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October 30, 2014

Rogens Naturreservat

Viel Stein und Wasser gibt es in Steinbrüchen oder in Skandinavien. Zumindest wenn das Rogen Naturreservat in der schwedischen Provinz Jämtlands gemeint ist. Die Landschaft hier gleicht einem riesigen Steinbruch wo nach der letzten Sprengung die Arbeit nicht mehr aufgenommen wurde. Dann überlasse man die Unmengen an Stein 12.500 Jahre (solange ist es her, dass die Eismassen der letzten großen Kaltzeit sich hier zurückgezogen haben) den Kräften der Natur. Das Ergebniss lässt sich sehen.

Ein Mosaïk aus kleinen und großen Seen, aus orange-gelb leuchtenden Mooren, lichten Wäldern und kahlen Bergen. Die Steinhaufen sind mit Moosen und Flechten bewachsen. Wo sich Boden gebildet hat gedeiht eine üppige Krautschicht in der Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus), Krähenbeeren (Empetrum nigrum), Preiselbeeren (Vaccinium vitis-idea) und Heidekraut (Calluna vulgaris) dominieren. Da wir uns in der subborealen Nadelwaldzone befinden besteht der lichte Wald vorwiegend aus Nadelbäumen. In diesem Fall die Waldkiefer (Pinus sylvestris). Die klimatischen Bedingungen, die kurze Vegetationsperiode und das magere Substrat lassen die Bäume hier nur langsam wachsen. So können Kiefern die nur wenige Meter hoch sind, mehrere hundert Jahre alt sein. Einzelne Kandiaten dürften schon die Entdeckung Amerikas vor etwa 500 Jahren miterlebt haben. Beeindruckend wie ich finde.

Es ist eine atemberaubende aber zugleich auch lebensfeindliche Landschaft in der man mit ein wenig Outdoor-Equipment, ausreichend Proviant und ein bisschen Verstand eine eindrucksvolle und schöne Zeit verbringen kann. Das Nahrungsangebot ist nicht schlecht. Es gibt Unmengen geniessbarer Beeren ( zumindest im Spätsommer), viele Pilze und gute Fischbestände. Feuerholz für kalte Nächte und zum Kochen gibt es auch zu genüge.

Die Winter aber sind lang, kalt und dunkel. Die Fortbewegung auf dem unwegigen Gelände ist sowohl im Sommer als auch im Winter beschwehrlich und kräftezehrend. So bewundere ich die indigenen Völker (Samen), die mit ihren Rentierherden das ganze Jahr über Draussen gelebt haben.

Der Herbst und die Moore lassen die Landschaft orange-gelb leuchten
Vom 1000 Meter hohen Bustvalen aus kann man das gesamte Naturreservat überblicken
Lagopus mutusDas Alpenschneehuhn ist in seinem natürlichen Lebensraum bestens getarnt
Es wird Fisch geben ...
... über dem Feuer geräuschert schmeckt die Äsche besonders gut
es lohnt sich eigentlich immer früh aufzustehen

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